/Dokumentation/Modul Einstellungen/Kalkulationseinstellungen

Kalkulationseinstellungen

FHZuletzt geändert 4. September 2026 · Franzi Halbhuber 4 min

Die Gruppe Kalkulation legt fest, womit neue Konfigurationen und Projekte starten: mit welcher Preisliste und Währung gerechnet wird, welche Zahlungs- und Lieferbedingungen, Versandarten und Mehrwertsteuersätze zur Wahl stehen und ob die Schnellkalkulation Konditionen vorbelegt. Die Werte gelten je Benutzerkonto und bleiben auch nach „Alle Daten neu laden" erhalten.

Abbildung 1: Die Gruppe Kalkulation in der SalesApp
Abbildung 1: Die Gruppe Kalkulation in der SalesApp

Preisliste und Währung

Die Zeile Preisliste wählt, mit welcher Preisliste neue Konfigurationen rechnen — etwa einer Liste für ein anderes Land oder einem älteren Preisstand (Abb. 2). Welche Preislisten zur Wahl stehen, hängt davon ab, welche der Hersteller im Backend (PIA) dem Mandanten und der Verkaufsregion zugeordnet hat.

Preise und Währung der gewählten Preisliste gelten für alle künftigen Konfigurationen. Ist keine Preisliste hinterlegt, fehlen die Preise in der Konfiguration.

Unterhalb der Preisliste steht die Währung. Zur Wahl stehen die Währungen, die der Hersteller im Backend (PIA) angelegt hat — die Liste sieht deshalb je Hersteller anders aus. Die gewählte Währung erscheint in Konfiguration, Kalkulation, Projekt und auf den erzeugten PDF-Dokumenten. Dazu zeigt die Maske den Faktor, also den Wechselkurs von der Ausgangswährung der Preisliste in die gewählte Währung. Der Faktor kommt aus dem Backend; mit der passenden Berechtigung lässt er sich hier von Hand ändern — im Beispiel von 1.24 auf 1.34 (Abb. 3). Zurücksetzen stellt den Wert aus dem Backend wieder her.

Preislisten und Währungen pflegt der Hersteller im Backend (PIA). Die Wechselkurse kann dort ein täglicher Automatismus aktualisieren — ob er läuft, wird je Hersteller eingerichtet.
Abbildung 2: Auswahl der Preisliste
Abbildung 2: Auswahl der Preisliste
Abbildung 3: Währungsfaktor von Hand ändern — Währung und Faktor stehen unter der Preislistenauswahl
Abbildung 3: Währungsfaktor von Hand ändern — Währung und Faktor stehen unter der Preislistenauswahl

Zahlungsbedingungen

Die Zeile Zahlungsbedingungen stellt eine Vorauswahl zusammen: Jede Zeile mit Haken steht später im Projekt auf dem Tab Abwicklung zur Wahl (Abb. 4). In der SalesApp setzt Wischen nach links eine Zahlungsbedingung als Standard; sie ist in neuen Projekten vorbelegt. Zurücksetzen auf Standard Werte stellt die Vorgabe des Herstellers wieder her.

Von den Vorgaben dieser Gruppe wirkt nur die Zahlungsbedingung auf die Kalkulation: Ist an ihr ein Skonto hinterlegt, setzt die Auswahl im Projekt den Skontowert.

Die WebApp kennt keinen Standard: Ihr Dialog führt dieselben Zahlungsbedingungen mit Haken, aber keine Möglichkeit, eine davon vorzubelegen. Ein neues Projekt startet dort ohne Zahlungsbedingung.
Abbildung 4: Vorauswahl der Zahlungsbedingungen
Abbildung 4: Vorauswahl der Zahlungsbedingungen

Lieferbedingungen

Die Zeile Lieferbedingungen funktioniert wie die Zahlungsbedingungen: Haken setzen die Vorauswahl, Alles auswählen und Nichts auswählen setzen alle Haken auf einmal, und eine Zeile wird als Standard markiert — in der SalesApp durch Wischen nach links, in der WebApp über die Zeile Standard (Abb. 5). Die Lieferbedingung ist am Projekt ein reines Auswahlfeld: Sie beeinflusst keinen Preis und erscheint nicht auf dem Dokument.

Abbildung 5: Lieferbedingungen mit Standard in der SalesApp
Abbildung 5: Lieferbedingungen mit Standard in der SalesApp

Versandarten

Auch die Zeile Versandarten stellt Vorauswahl und Standard zusammen, mit denselben Schaltflächen wie bei den Lieferbedingungen (Abb. 6). Wie die Lieferbedingung ist die Versandart am Projekt ein reines Auswahlfeld ohne Einfluss auf den Preis.

Abbildung 6: Versandarten mit Standard in der SalesApp
Abbildung 6: Versandarten mit Standard in der SalesApp

Mehrwertsteuersätze

Die Zeile Mehrwertsteuersätze legt einen Standard-Mehrwertsteuersatz fest, damit er nicht in jeder Kalkulation neu gewählt werden muss: Er ist in künftigen Kalkulationen und Projekten vorausgewählt (Abb. 7). Daneben bestimmen die Haken, welche Sätze in Konfigurationen und Projekten überhaupt zur Wahl stehen; Alles auswählen und Nichts auswählen setzen alle Haken auf einmal.

Den Standard setzt die SalesApp per Wischen nach links, die WebApp über die Zeile Standard Mehrwertsteuersatz.

Welche Mehrwertsteuersätze die Anwendungen kennen, übermittelt der Hersteller über die Konfiguration der Anwendungen (tax_list).
Abbildung 7: Mehrwertsteuersätze mit Standard
Abbildung 7: Mehrwertsteuersätze mit Standard

Schnellkalkulation

Der Schalter Schnellkalkulation belegt neue Kalkulationen mit Werten vor. Hinter der Zeile stehen die Kalkulationsschemata, die die Gruppe des Kontos nutzen darf; für jede Kondition und jeden Zusatzkosten-Eintrag eines Schemas lässt sich ein Wert eintragen (Abb. 8). Ist der Schalter an, setzt jede neue Kalkulation diese Werte als Vorauswahl (Abb. 9); ist er aus, gelten nur die Standardwerte, die der Hersteller vorgibt — die eingetragenen Werte bleiben dann unberücksichtigt.

Dabei greifen die Prioritäten der Kondition: Ein Wert, den der Hersteller fest vorgibt, wiegt schwerer als der Wert aus der Schnellkalkulation und überschreibt ihn. Die Regeln dazu beschreibt Prioritäten bei der Verarbeitung von Rabattwerten.

Schalter und Werte liegen im Browser, nicht am Konto: Die Schnellkalkulation wird in zwei Cookies gehalten und gilt deshalb je Browser. Wer an einem zweiten Rechner arbeitet, trägt sie dort erneut ein.
Die Ansicht hängt an den Kalkulationsschemata des Herstellers und sieht deshalb je Hersteller anders aus.
Abbildung 8: Werte der Schnellkalkulation — je Schema die Konditionen, die vorbelegt werden können
Abbildung 8: Werte der Schnellkalkulation — je Schema die Konditionen, die vorbelegt werden können

Gut zu wissen

Die Währung wählen darf, wer app_currency_edit hat; den Faktor von Hand ändern, wer app_currency_factor_edit hat, siehe App-Berechtigungen. Welche Schemata die Schnellkalkulation anbietet, hängt ebenfalls an der Gruppe.

Preislisten, Währungen, Zahlungsbedingungen und Steuersätze pflegt der Hersteller im Backend (PIA): Preislisten, Währungen, Zahlungsbedingungen bearbeiten, Steuersätze. Eine Zahlungsbedingung erscheint nur, wenn sie dem Mandanten zugeordnet ist — aktiv und öffentlich allein genügen nicht.

Wie die Vorgaben im Projekt und in der Kalkulation wirken, steht bei Preislisten (Preisliste und Zielwährung im Projekt), Basisdaten (Zahlungs- und Lieferbedingungen, Versandart), Mehrwertsteuer und Rabatte & Konditionen.

„Alle Daten neu laden" setzt diese Werte nicht zurück, siehe Datensynchronisation.