Endkundenanfrage
Eine Endkundenanfrage schickt eine fertige Konfiguration samt Kundendaten an den zuständigen Verantwortlichen des Herstellers — gedacht für Interessenten, die selbst kein Konto haben. Einen eigenen Knopf dafür gibt es nicht: Die Schaltfläche über der Konfiguration führt angemeldet ins Projekt und heißt dort Projekt anlegen — ohne Anmeldung heißt dieselbe Schaltfläche Anfrage senden und öffnet den Dialog Endkunden Anfrage (Abb. 1), der die Angaben in drei Schritten abfragt. Das gilt für SalesApp und WebApp gleichermaßen. Wer angemeldet ist und Projekte anlegen darf, bekommt die Endkundenanfrage deshalb nie zu sehen.
Welche Einstellungen im Backend (PIA) dafür zusammenspielen, beschreibt der Abschnitt So kommt die Anfrage zustande.


Schritt 1 — Angaben zum Kunden
Der erste Schritt nimmt die Kontaktdaten des Interessenten auf. Ein Stern-Symbol kennzeichnet die Pflichtfelder; erst wenn alle ausgefüllt sind, geht es weiter.
Land und Postleitzahl entscheiden, welche Vertriebsregion und damit welcher Verantwortliche die Anfrage bekommt.

Schritt 2 — Nutzungsbedingungen
Der zweite Schritt zeigt Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung. Ohne Bestätigung beider Texte lässt sich die Anfrage nicht abschließen.

Schritt 3 — Zusammenfassung
Der letzte Schritt stellt die eingetragenen Kundendaten und das konfigurierte Produkt gegenüber. Mit dem Absenden geht die Anfrage an den zuständigen Verantwortlichen; eine Meldung bestätigt die erfolgreiche Übermittlung.

Was nach dem Absenden geschieht
Aus den Angaben entstehen im Backend (PIA) ein neuer Kunde und ein Projekt mit der Konfiguration. Das Projekt gehört zur Vertriebsregion, die Land und Postleitzahl bestimmen, trägt deren Hauptverantwortlichen als Verantwortlichen und rechnet mit der primären Preisliste des Mandanten. Es erhält den Status mit dem Namen item_requested, sofern es ihn gibt, sonst den ersten Status.
Das Absenden selbst verschickt keine E-Mail — eine Nachricht geht erst heraus, wenn das Projekt seinen Status wechselt und am Zielstatus ein Mailversand hinterlegt ist, siehe Projekt Workflow.
So kommt die Anfrage zustande
Drei Einstellungen im Backend (PIA) müssen zusammenpassen, sonst ist die Anfrage entweder nicht erreichbar oder scheitert beim Absenden.
Rechte ohne Anmeldung. Ohne Anmeldung arbeiten SalesApp und WebApp mit den Rechten der Standard Benutzergruppe des Mandanten, siehe Mandanten bearbeiten. Diese Gruppe braucht app_configure_products, damit sich der Konfigurator öffnet, und app_enable_client_request für die Anfrage selbst. app_enable_orders darf sie nicht tragen: Wer dieses Recht hat, bekommt die Projektanlage statt der Anfrage. Mit app_show_price_information sieht der Interessent beim Konfigurieren auch Preise. Ist am Mandanten keine Gruppe hinterlegt, fehlt das Recht zum Konfigurieren, und die Anfrage ist nicht erreichbar.
Zuordnung zur Vertriebsregion. Beim Absenden sucht der Server die Vertriebsregion anhand von Land und Postleitzahl aus Schritt 1: zuerst eine Zuordnung für genau diese Postleitzahl, sonst eine für das ganze Land. Findet er keine, scheitert das Absenden mit einer Fehlermeldung. Die Zuordnungen werden eingespielt; eine Maske dafür gibt es im Backend (PIA) nicht.
Verantwortlicher der Region. Die Anfrage geht an den Hauptverantwortlichen der gefundenen Region, siehe Vertriebsregionen bearbeiten. Ist dort niemand eingetragen, entsteht das Projekt ohne Verantwortlichen.
In der Demo-Welt ist die Standard Benutzergruppe beider Mandanten „Öffentlicher Zugang“. Die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz sind der Region DACH zugeordnet, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien der Region Westeuropa — jeweils für das ganze Land, ohne Unterscheidung nach Postleitzahl.
Gut zu wissen
Welche Berechtigung was bewirkt, steht in App-Berechtigungen.
Die Länder, die im Anfrage-Dialog zur Wahl stehen, kommen aus dem Mandanten, siehe Mandanten bearbeiten.
Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung sind Übersetzungsschlüssel und werden im Übersetzungsmanager gepflegt, siehe Modul Übersetzungen.